Medizinische Definition
(Quelle: Kinderchirurgie Uni Jena, Deutschland)
«Angeborener Defekt der vorderen Blasenwand und Bauchwand unterhalb des
Nabels, so dass Blasenrückwand, Trigonum vesicae und hintere Urethralwand
frei liegen. Als Folge der ausbleibenden mesodermalen Differenzierung»
Grundsätzlich gibt es zwei Alternativen für die Behandlung
der Blasenexstrophie:
Erhaltung der Blase durch Rekonstruktion der Blasenplatte zum Hohlorgan
Blase, Aufbau des Blasenhalses (=Verbindung zwischen Blase und Harnröhre,
sowie Schließmuskel), Anlegen, bzw. Verschließen der Harnröhre,
Reimplantation der Harnleiter in die Blasenrückwand, Korrektur/Verschluss
des Spaltbeckens, evlt. kosmetische Anlage eines Nabels, Verschluss der Bauchdecke.
Entfernung der Blasenplatte, mit a) Implantation der Harnleiter in den
Dickdarm bei gleichzeitiger Anlage eines Sammelbeckens für Urin oder
b) Anlage eines Urastomas, das durch die Bauchdecke katheterisiert wird.